Mittwoch, 23. März 2011

angefilzt ist´s



Es ist geschafft! Das erste Stück auf´m neuen Tisch ist fertig. Das Ablaufloch habe ich dann auch noch gebohrt, dort wo das Wasser von ganz allein hinfließt. Habe ich schief gebaut, oder ist der Boden etwa abfällig? Wer weiß, wer weiß!
Gefilzt habe ich einen frühlingshaften Schal in wollweiß mit farbigen Seidenfäden. Ein Auftrag der endlich fertig werden mußte. Mit weiß zu filzen würde mir jetzt richtig Laune machen, aber es wartet Phase 2 meiner Abschlußarbeit für die Filzschule Oberrot - in dunkelgrau. (Ich könnte ja weiß filzen und dann einfärben!!!) haha
Hier noch einen Hinweis auf ein Filzertreffen in Ungarn, in der Nähe von Pécs.  http://www.kaptar.org/index.html


Sonntag, 20. März 2011

Tag 4 und wie erklärt man Glück?

Heute ist alles gut.
An den vergangenen Tagen hattte es an der Hand fürchterlich gejuckt. Mit Essigumschlägen konnte ich es aushalten- was übrigens auch bei jeglichen Stichen von den kleinen Biestern (Mücken, Bremsen) sehr zu empfehlen ist.
Der Schmerz im Gelenk weicht nur langsam- aber nun brauche ich Geduld.
Wofür ich keine Geduld aufbringen konnte, war die Situation mit meinem Filztisch. Die Kosten diesen bauen zu lassen waren zu hoch. Also doch wieder selber machen.



Gesagt getan. Säge, Schrauber in verschiedenen Ausführungen, Bohrer- kurze, lange, dicke, dünne, Schrauben und einen Zollstock. Meine Filzwerkstatt verwandelte sich kurzer Hand in eine Schreinerei. 2 Tage habe ich gebraucht und da steht er- mein neuer, großer, stabiler Filztisch.
Aber Glück ist auch noch was anderes- die Luft riecht nach Frühling, die Vögel wecken mich am Morgen mit ihrem zarten und doch intensiven Gezwitscher, mein Mann ist stolz wie Bolle, in Japan ist der Kampf um den super GAU noch nicht verloren und und und.
Allen lieben Lesern wünsche ich einen schönen sonnigen Sonntag!

Donnerstag, 17. März 2011

Tag 1


man sieht deutlich beide Saugstellen
Nachdem die Blutegel gestern nach 1,5 Stunden endlich ihren Saugvorgang beendeten, konnte ich, ohne Egel, mit einem leichten Verband wieder nach Hause gehen. Am Besten entfernt man dann den Verband und lässt dem Blutströmchen seinen Lauf. Das geht verständlicherweise nur, wenn man sich setzt und den Arm ablegen kann. Sobald ich aber etwas tun musste, habe ich die Hand verbunden. Gegen 22:00 Uhr blutete nur noch eine Bissstelle leicht.
Heute Morgen dann konnte ich alles entfernen und lasse nun Luft an den Arm. Die Stellen sind mit einem kleinen Bluterguß und einer leichten Rötung sonst reizlos. Ein leichtes Jucken stellt sich ein, ist aber ganz normal und gut zu ertragen. Ich habe schon heute eine Schmerzerleichterung.
Nun etwas Fachwissen: "Die Hyaluronidase im Blutegelspeichel spielt eine Rolle bei der Verdauung von Hyaluronsäure und öffnet damit in den Interstitien als "spreading- factor" den Weg für die nachfolgenden Substanzen und deren tieferer Wirkung. Darüber hinaus wurde eine antibiotische Wirkung von Hyaluronidase nachgewiesen!"
siehe "Blutegeltherapie" von Michalsen/ Roth, 2006 - (gebe ich mal lieber an, will ja nicht wie unser alter Verteidigungsminister als Plagiatorin dastehen.)
Einsatzmöglichkeiten gibt es viele. Diese hier auf zu führen wäre möglich, leichter aber ist der Verweis zur Internetseite von Elke Vossen. Dort könnt Ihr alles nachlesen.
Ich hoffe, alle Fragen soweit beantwortet zu haben und werde Euch weiter auf dem Laufenden halten. Ich finde diese Heilmethode so umwerfend, dass ich gern dafür Werbung mache.

Mittwoch, 16. März 2011

Blutegel

Seit Monaten quäle ich mich mit Schmerzen im linken Handgelenk. Eine Möglichkeit der Therapie ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt: die Blutegeltherapie. Meine Heilpraktikerin Elke Vossen hat auf diesem Gebiet schon sehr viel Erfahrung gesammelt, und ich selbst habe vor ca. 2 Jahren zum ersten Mal die Egel am Knie angewandt. Meine positive Erinnerung, der umwerfende, noch immer anhaltende Erfolg machte mir die Entscheidung leicht.
"Der Blutegel ist,..., kein "Wurm". Denn diese Bezeichnung wird in der Zoologie nicht mehr verwendet. Nun gehört der Egel aber in der deutschen Nomenklatur zu den "Ringelwürmern", ein naher Verwandter von ihm ist der Regenwurm. So hat sich der Terminus "Wurm" doch erhalten, wenn auch nicht differenziert. Dieser Begriff ist zudem anschaulich, denn "Wurm" bedeutet lt. Duden auch der "Sichwindende"."Also, wenn`s losgeht setzt man den Egel auf, dort wo es am Meisten schmerzt. Der Biss ist vergleichbar mit vielen kleinen Nadelstichen, jedoch fast nur oberflächlich spürbar. Im hinteren Teil sitzt ein Saugnapf, mit welchen er sich an der Haut festhält. Während der Saugphase wird das Blut in rhythmischen Kontraktionswellen nach hinten in den Magen verschoben. Diese Phase kann zwischen 20 -90min lang sein. Ist der Blutegel satt, zeigt er eine deutliche Dehnung und Glättung seiner Oberfläche.
Die folgende Nachblutung kann bis zu 12 Stunden dauern. Das langsame Auströmen des Blutes ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie.
Die wichtigste Substanz die der Egel mit seinem Speichel abgibt heißt Hirudin. Dieses hemmt die Blutgerinnung durch Bindung an Thrombin.
Nach zu lesen im Buch "Blutegeltherapie" von Michalsen/ Roth 2006

unmittelbar nach dem Andocken

schon gut gefüllt

ein Egel ist bereits ab, deshalb die Blutung

Beide Egel nach getaner Arbeit

Im übrigen werden diese Egel nun auf schonende Art und Weise entsorgt!!!