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Montag, 1. August 2011

Fleißarbeit





Die Proben vom Fasertausch sind echt schön, vor allem schön unhandlich zum ordentlichen wegräumen.
Jede Faser steckt in einer Klarsichthülle, samt Steckbrief, Spinn- oder Filzprobe und vor allem auch noch Rohwolle sowie kardierte Wolle! Da verliert man schnell die Übersicht, die Fasern rutschen aus der Tüte und schon ist das Tauschcaos perfekt.
Ich habe mir deshelb folgende Idee überlegt. Ich sage aber gleich dazu, dass es sich hier um eine echte Fleißarbeit handelt! Denn, jeder Schafnamen muss 2x ausgedruckt, ausgeschnitten, laminiert, ausgeschnitten, und gelocht werden.



Nun bekommt jede Spinnprobe solch ein Zettelchen verpasst und die Filzprobe loche ich ebenfalls, ziehe sie auf einen Ring mit passender Beschriftung.
Fertig!




Die Steckbriefe habe ich in einem Ordner abgeheftet, so kann ich jederzeit dort nachlesen. Und was mache ich mit der übrigen Wolle? Vielleicht alles zusammen in ein Projekt verfilzen! Oder?

Freitag, 7. Januar 2011

Jetzt spinn ich wieder

Wenn ich schon nicht zum Filzen komme, so habe ich doch die vergangenen Tage sinnvoll mit meiner neuesten Anschaffung verbracht! Ich freue mich jeden Tag über meine Victoria. Sie ist einfach sooo schön. Und praktisch. Und können kann sie auch.
Ich verspinne Merino kardiert mit Ramie. Das macht Spaß und Lust auf mehr. Ich kombiniere Farben oder lasse mehrere Farben hintereinander laufen. Schön bunt soll es sein. Grau ist out, grau ist`s draußen.
Und irgendwann verarbeite ich dann die Wolle. Leider habe ich keine kleinen Kinder, die ein Mützchen brauchen oder einen kleinen Schal. Denn viel ist nicht drauf auf solch einem Knäuel. Oder vielleicht kommt die Hippiezeit mit den total bunten Pullis wieder- in Patchwork? Wer weiß.

Mittwoch, 17. November 2010

Also,

der dritte Dienstag in Folge- war ich wieder beim Spinnen. Gut vorbereitet mit grauer Merino im Kammzug- kardiert mit Leinen, weißer Merino im Vlies- kardiert mit Ramie, Spanischer Merino im Kammzug und einem Kammzug weiß nicht was, habe ich mehrere Spinnräder ausprobieren dürfen!!!
Ja richtig, Herr Hennecke war total nett und hat mir alle Räder, die ich probieren wollte, zur Verfügung gestellt. So kann man natürlich prima die Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern und den Rädern ansich feststellen. In den Stunden vorher habe ich immer mit einem Louet S10 gesponnen. Vielleicht liegt die spontane Liebe zu Louet daran, denn mit Ashford spinnt es sich anders?! Aber meine Meinung ist nicht maßgebend, sondern ganz privat mein Gefühl. Nun überlege ich, ob ich mir das Reisespinnrad Victoria, wegen der kleinen unauffälligen Größe, oder das Rad Julia anschaffen soll. Wer hat schon mit dem Victoria gesponnen und kann mir seine Erfahrung weiter geben? Oder was könnt ihr sonst so empfehlen? Denn, selber bauen, wie Du Doris , wage ich nicht.

Mittwoch, 10. November 2010

Akzeptiert,

haben mich die 5 Spinnerinnen gestern abend, nachdem ich mich als Filzmacherin geoutet habe! Es war wieder Dienstagabend- Zeit für die gemütliche Spinnrunde- und Zeit über sich und die Welt nach zu denken. Denn, wenn man vor seinem Spinnrad Platz genommen hat, die Wolle einem mehr oder weniger kunstvoll durch die Finger gleitet und sich verspinnt- dann ist doch alles in Ordnung? Oder doch nicht?
Kann man noch mehr erwarten? Ich glaube, ich bin zu anspruchsvoll! Die anderen Frauen scheinen aber recht zufrieden, also bitte. Ich für meinen Teil habe jedoch entschieden, auszuprobieren- vor allem verschiedene Wollen! Das Spinnergebnis der Karakul ist verblüffend! Kaum ein Drall. Das liegt wohl an der Länge und Dicke der Wollhaare.

Und die von meinem Sohn mühsam kardierte Merinowolle (Resteverwertung) versponn sich ebenso einfach. Ich bin begeistert. Natürlich ist der Faden noch nicht gleichmäßig, aber das ist ja grad so schön. Beide sind nicht verzwirnt.
Nun freue ich mich schon auf nächste Woche. Ich werde mir Seide, Leinen und Ramie einpacken und dann, na mal sehen!
Ich denke, man kann den Kurs wagen, nur, man sollte ein eigenes Tempo vorlegen!

Mittwoch, 3. November 2010

Abseits,

von der Filzroute bewegte ich mich gestern Abend unter 5 "Spinnerinnen", oder auch anders formuliert, Wie mache ich aus einem Berg ungewaschener Rohwolle einen Faden!?
Ich wollte schon immer mal rumspinnen, traute mich aber ehrlich gesagt nicht. Nun gibt es in der Wollfabrik Huppertz neben Filzkursen auch Spinnkurse. Ich gehe also mit dem frohen Gefühl los, erst mal sehen was so kommt und ausprobieren. Durch gezielte Fragen an meine Kursleiterin erfuhr ich von der Existenz unzähliger Spinnräder und deren Möglichkeiten. Leider haben wir aber nur 2 unterschiedliche Räder zum Spinnen, zum Testen, zum Einfühlen, zur Verfügung! Ich bin an diesem ersten Abend auch noch nicht hinter das Ziel dieses Kurses gestiegen. Denn die Kursleiterin hatte wenig Zeit die ersten Griffe und Kniffe zu zeigen. Sie saß hinter ihrem Rad und spann einen schönen feinen Faden, dass man schon ungeduldig wurde. Unterdessen wurde über Strickanleitungen und Methoden, immer Wolle und Nadeln griffbereit zu haben, geplaudert. Wie sich heraus stellte, war ich die einzige blutige Anfängerin, aber die anderen Damen sponnen auch nur Rohwolle! Wozu braucht man diese, wenn keine kleinen Kinder auf Wickelhosen warten?
Zur Klärung wurde mir unterbreitet, das es leichter ist am Anfang mit Rohwolle zu üben. Kann ja sein, aber ich hatte nicht vor, 3 Abende a 3 Stunden mich mit diesem fragwürdigen Material zu beschäftigen. Leute sagt mir, dass man auch schön gefärbte Wolle mit nicht all zu viel Übung, dafür aber mit viel Geduld, auch zu einem annähernd feinen Faden spinnen kann!!!
Mein gestriger Versuch steckt noch auf zwei Spulen- ich will sie gar nicht haben-, hier ein Foto von einem kleinen Knäuel, welches ich mit nach Hause genommen habe. Darunter seht Ihr einen mißlungenen, total verdrehten Faden, ich denke, den werde ich einfilzen zur Erinnerung an diesen schönen? Abend.