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Freitag, 12. August 2011

verfärbte Woche

Mal färbte sich der Himmel schwarz, dann wieder blau, oft gab es herrliche Wolkenspiele zu beobachten. In der Zeitung habe heute ich gelesen, dass man in diesem Monat in NRW viele Sternschnuppen beobachten kann. Meherere pro Minute. Also werde ich in den kommenden Nächten den Himmel beobachten, vielleicht etwas mehr auf die Felder raus gehen damit mich die Laternen nicht stören. Ich werde berichten!
Doch auch in meiner Färbeküche gab es viele neue Farben. Diesmal ohne messen und wiegen, frei nach Bauchgefühl. Nicht alles färbte zu meiner Zufriedenheit und wanderte noch einmal in den großen Topf.
Darf ich vorstellen- mein Färbeplatz. Wetterunabhängig und trotzdem im Freien. Ein ganz besonderer Luxus. Nach dem Wochenende muss ich zwar immer erst mal die Erdbrocken zusammen fegen, aber sonst.....







Heute Mittag sehe ich aus meinem Küchenfenster einen Graureiher auf dem Dach des Nachbarhauses stehen. Ein majestätischer Vogel! Nach längerem Hinsehen wurde ich stutzig. Hat der Nachbar vielleicht eine Atrappe auf`s Dach gestellt? Der Vogel rührte sich kein bisschen. Doch plötzlich breitet er seine Schwingen aus und mit 3 Schlägen war die Schönheit fort.

Sonntag, 28. November 2010

Präsentation 1

Nach jedem Block der Filzschule mussten wir eine Modularbeit mitbringen und natürlich vor der Gruppe entsprechend präsentieren. Der Blick für`s Wesentliche war gefragt. Mal mit schwarzen Tüchern, mal draußen auf der Obstwiese, immer sollte unsere Arbeit bestens zur Geltung kommen.....
Jetzt ist wieder Marktzeit - und wieder steht das Thema "Präsentation" ganz groß - vor allem in meinem Kopf.
Da ich beide Örtlichkeiten seit Jahren kenne, weiß ich also um das Platzproblem. Auf dem Biohof Essers stelle ich mit 9 weiteren Künstlerinnen in einem kleinen Raum- im Schweifgiebelhaus- aus. Ich bekomme Platz für einen Tisch und einem Standobjekt. Und im Tuppenhof habe ich meinen Stammplatz in der Guten Stube, ein Zimmerchen von maximal 20 m².  Diesen Raum teile ich mir aber mit erzgebirgischer Holzkunst, sprich mit Räuchermännern und ....... Räuchermännern. Diese sind aber wirklich ganz bezaubernd.
Naja, jedenfalls ist auch dort echt Platz Mangelware.
Nun will ich aber dieses Jahr meine selbstgefärbte Wolle auf beiden Standorten verkaufen. Lange habe ich über eine Lösung die Wolle zu zeigen, ohne sie auf den wertvollen Tischplatz legen zu müssen, nachgedacht. Und dann stand ich vor einem Ständer für Zeitschriften, geniale Machart- ideal für meine Zwecke!
Der Rest ist schnell erzählt: Die Wolle binde ich in ca.40 cm lange Bänder mit Banderole zusammen. So breit musste natürlich das Ragal werden. Die Höhe ergab sich automatisch. Ich machte mir eine kleine Skizze, also mindestens 6 Ablagen, ergo 7 Bretter + 1 Standbrett + 1 Mittelstab. Und ein freier Sonntagnachmittag! Ich habe nicht viel gerechnet, denn dann wäre es wohl .... sondern einfach drauflos gesägt und geschraubt. Das Ergebnis ist ein transportables Regal, der Auf- und Abbau ist schnell erledigt, die Teile passen in jeden Kofferraum und wiegen kaum. Ich bin seeeehr zufrieden.
Und wehe wenn ich jetzt keine Wolle verkaufe!!!!

Montag, 25. Oktober 2010

Wieder Daheim

Nach einer aufregenden, anstrengenden, informativen, motivierenden,arbeitsreichen und inspirierenden und vor allem allerletzten Woche in der Filzschule bin ich im Alltag zurück. Meine Kinder müssen heute wieder zur Schule, die Herbstferien sind um, und die Nachmittagstermine- Hol- und Bringedienst- stehen auf dem Plan.
Ich möchte nicht versäumen die Impressionen meiner letzten Ausstellung zu zeigen. Das Wochenende war ein gelungener Auftakt für die zweite Hälfte im Jahr.







In Neuhausen- Oberrot wurde es zum Ende der Woche immer stiller. Das lag auch daran, dass wir konzentriert an unserem Abschlussprojekt arbeiteten, aber auch an der Tatsache, dass die Hälfte der Gruppe bereits bis Samstag früh 10:00 Uhr auf dem Heimweg war. Teils wegen Märkten- eben ein neuer Weg im Filz gegangen wird. Schön war es zur Abschlussbesprechung Samstag Mittag zu erkennen, zu welchem Ergebnis, zu welchem Weg, uns diese Woche- diese ganze lange gemeinsame Zeit- geführt hat. Ich möchte und werde hier keine Details über einzelne Arbeiten meiner Kolleginnen berichten. Wenn ich mit meiner Arbeit soweit bin, welche erst nächstes Jahr fertig sein muss, da die Ausstellung im Juli 2011 stattfindet, werde ich mich dazu äußern. Bis dahin behalte ich mir das Recht des Schweigens vor.
Unsere gemeinsamen Tage und Abende und Nächte voller Geplauder und voller Informationen wird mir in guter Erinnerung bleiben.
Aber wir haben natürlich auch in dieser Woche wieder am Abend eigene Ideen verfilzt. Der ganz große Renner war es diesmal Stulpen zu filzen. Ich selbst hatte mir vorgenommen, 1-2 Schals zu machen, 4 sind es schließlich geworden!

Samstag, 18. September 2010

Färberezepte

Gibt es etwas schöneres als Wolle färben?
Nein!  Und wenn mich jemand vor 3 Monaten gefragt hätte, dann wäre ich wohl noch vom Gegenteil überzeugt gewesen.
Auf den Bildern seht Ihr Wolle, welche ich in den letzten 3 Tagen gefärbt habe.

Ich färbe im Weck- Einkochtopf, das ist praktisch und man hat die Temperatur immer unter Kontrolle.

Bei dieser Mischung habe ich jeweils 1 g schwarz, braun, pink und gelb separat aufgelöst und auf die Wolle gegossen. Ist richtig schön- vor allem abwechslungsreich und spannend geworden. So gefällt mir färben im Moment besonders gut. Man erhält auch einen lebendigen Filz, ohne noch viel Schnick Schnack einfilzen zu müssen, aber kann.



Hier nun eine Ton- in Tonfärbung. Die Wolle sieht brauner aus als auf dem Bild. Ich habe alles in einem Glas aufgelöst und dann wieder auf die Wolle gegossen. Verwendet habe ich 3 g braun und o,5 g pink. Diese Wolle ist viel ruhiger, schon fast gediegen. Ich stelle mir schon Oberteile damit vor.



Im Wasser war noch Farbe drin und mit 3 g schwarz, 2 g  braun und 2 g rot kam ich zu diesem wunderschönen kräftigen lila. Auch damit werde ich Oberteile filzen - die will ich bis zum Weihnachtsgeschäft fertig haben.



Bei dieser Wolle habe ich 3 g schwarz, 2 g blau, 2 g pink und 1 g gelb augelöst und in den Topf gegeben.
Rätsel Nummer 1 dabei ist die starke Blaufärbung der Seide! Diese habe ich erst in den letzten 2 Stunden mit hineingetan und wundere mich, das sie ganz anders gefärbt ist als die Wolle.


Rätsel 2 gibt mir dieses Bild auf. Die Wolle habe ich gerade aus dem Topf geholt und bin erschrocken über das Ergebnis. Habe ich doch ein dunkles grün erwartet! War es zu wenig Farbpulver? 3 g  gelb und 1 g schwarz und dabei war im Topf noch Restfarbe vom Vortag. Oder was kann es sonst sein? Und wenn Ihr einen Blick in den Topf werft, da ist noch so`ne dunkle Brühe drin!???

Donnerstag, 29. Juli 2010

schön ist`s zu färben

Wie versprochen, ein Foto von meinen ersten Färbetöpfen. 5 mal habe ich meinen Einkochtopf zunächst mit Farbe und dann mit feinster 16mic Merino gefüttert. Später kamen noch Kokons, Maulbeerseide, Tussahseide, Schappseide im Vlies und Bouretteseide dazu. Meistens mußte ich dann noch einmal Farbe nachgeben, damit die Fasern vollständig färben. Ist das bei Euch auch so? Na, jedenfalls bin ich glücklich und zufrieden mit meinen Ergebnissen. Leider ist die Welt der Farben sooo groß, ich habe gar nicht so viel Zeit, dass alles auszuprobieren. Geschweige zu verfilzen!



 Erste Filzergebnisse sind auch schon verfügbar! Ich habe eine Serie Armreifen gefilzt. Mal mit Steinen, mal mit Spiegelchen oder auch "nur" mit Seidenfasern. Eine kleine Hüfttasche liegt noch auf meinem Arbeitstisch, leider hat das Kofferpacken für eine Woche Camping mit meinen Kindern und unserer Dackeldame Nelli länger gedauert als ich dachte. Camping mit allem was dazugehört- Tisch und Stühle, Kochplatte und Kühlbox usw.  Morgen fahren wir an die holländische Nordsee und frieren uns hoffentlich nicht den A... ab. Nein, wir werden die Langsamkeit des Tages genießen!!