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Mittwoch, 30. Mai 2012

nachdenklich







Von den Kindern

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht
des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben,
aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben,
aber nicht ihren Seelen,
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.
Ihr seid die Bogen, von denen eure Kinder
als lebende Pfeile ausgeschickt werden.

Khalil Gibran (1883- 1931)






Montag, 3. Oktober 2011

wie dekliniert man nebelig?





nebelig
am nebligsten
super nebelig
schön nebelig
sehr schön nebelig
....

Wortspiele, Gedankenspiele

Nebelschwaden
Nebelschleier
vernebelter Blick
Morgennebel
Herbstnebel
Nebelnässe







Freitag, 12. August 2011

verfärbte Woche

Mal färbte sich der Himmel schwarz, dann wieder blau, oft gab es herrliche Wolkenspiele zu beobachten. In der Zeitung habe heute ich gelesen, dass man in diesem Monat in NRW viele Sternschnuppen beobachten kann. Meherere pro Minute. Also werde ich in den kommenden Nächten den Himmel beobachten, vielleicht etwas mehr auf die Felder raus gehen damit mich die Laternen nicht stören. Ich werde berichten!
Doch auch in meiner Färbeküche gab es viele neue Farben. Diesmal ohne messen und wiegen, frei nach Bauchgefühl. Nicht alles färbte zu meiner Zufriedenheit und wanderte noch einmal in den großen Topf.
Darf ich vorstellen- mein Färbeplatz. Wetterunabhängig und trotzdem im Freien. Ein ganz besonderer Luxus. Nach dem Wochenende muss ich zwar immer erst mal die Erdbrocken zusammen fegen, aber sonst.....







Heute Mittag sehe ich aus meinem Küchenfenster einen Graureiher auf dem Dach des Nachbarhauses stehen. Ein majestätischer Vogel! Nach längerem Hinsehen wurde ich stutzig. Hat der Nachbar vielleicht eine Atrappe auf`s Dach gestellt? Der Vogel rührte sich kein bisschen. Doch plötzlich breitet er seine Schwingen aus und mit 3 Schlägen war die Schönheit fort.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Rosenblütengelee der Zweite

Wie angekündigt, habe ich zum Vergleich Rosenblüten mit Wasser eingekocht. Es fehlt sofort der liebliche Duft, welcher mich am Wochenende sofort betört hatte. Ich habe also gestern Abend mit Wasser aufgekocht und über Nacht die Blüten stehen lassen. Heute morgen waren sie ganz milchig, ohne jegliche Farbe. Das Wasser duftete lieblich.
Nach dem Einkochen mit Gelierzucker nun die Geschmacksprobe! Also, es schmeckt zart, rosig, und echt super lecker!
Aber welches nun besser schmeckt, wage ich nicht festzulegen.

Dienstag, 14. Juni 2011

Einmachsaison eröffnet





Ein eigener Garten kann Last und Segen zugleich sein!
Im Frühjahr kämpft man mit allerlei "Un"kräutern und ein paar Wochen später kann man sich aber auch schon an den ersten Früchten erfreuen. So sind zum Beispiel die ersten roten und nun auch schwarzen Johannisbeeren reif. Der Lavendel blüht und wird bald für`s Duftkissen getrocknet. Und ganz neu entdeckt habe ich die Blühten meiner riesigen Hundsrosenhecke. Man sagt auch Kartoffelrose oder Heckenrose dazu. Sie ist über und über mit Dornen besetzt, was den jährlichen Schnitt sehr kompliziert macht. Im Spätsommer trägt sie große rote Hagebutten, welche ich auch schon zu Mus eingekocht habe. Aber der Hit- und vor allem ganz einfach- ist ein Gelee aus den Blütenblättern! Mein Rezept der ersten 4 Gläser: 4 Hände voll Blütenblätter, 750 ml Apfelsaft, Saft einer Limette und 500 g Gelierzucker. Erst habe ich den Apfelsaft mit den Blüten aufgekocht und über Nacht stehen gelassen. Am nächsten Tag die Blätter entfernen, alles durch ein Sieb gießen (eventuell übersehene Tierchen abfiltern), mit dem Gelierzucker verrühren und nach Einkochangaben aufkochen und abfüllen. Fertig.




Das Schöne an diesem Gelee ist dieser köstliche Duft, der 2 Tage im Haus schwebt. Und der Geschmack ist sehr intensiv rosenblütig.
Die nächste Charche will ich mal mit Wasser kochen, bin auf den Unterschied schon sehr gespannt.

Montag, 11. April 2011

Giersch???


Frühling, Unkraut, Regen, Sonne, Vogelgezwitscher, Blumen, Grün, draußen, Gartenarbeit, Gartencenter, Muskelkater, Rasenmäher, Hochdruckreiniger, Spaten, Gieskanne, Frühlingsgefühle....
und auch ganz viel Giersch!!!
Giersch ist eine Wildpflanze. Vorkommen in Laub- und Mischwäldern, Gebüsch und Garten. Die Blätter sind dreigeteilt mit gezackten, eiförmigen Blättchen. Die weißen Blütendolden sind ein wichtiges Merkmal. Diese sind noch nicht zu sehen. Diese Wildpflanze ist reich an Vitamin A Und C. Traditionell wird es als Heilpflanze für Rheuma und Gicht verwendet.

Was macht man nun aber mit diesen Unmengen? Mehrere Antworten sind möglich.
A) in der Küche verwenden
B) als Unkraut wehement entfernen
C) wachsen lassen
D) kapitulieren, denn gegen Giersch gibt es keine Abhilfe
Seit Jahren mache ich jedes Jahr zwischen meinen Hortensien viele Gierschpflanzen aus. Suche akribisch nach den weißen, sehr zerbrechlichen, Wurzeln. Aus dem kleinsten Stück Wurzel wächst garantiert wieder ein neues Pflänzchen! Zwischen den Azaleen habe ich aufgegeben, erstens komme ich dort sehr schlecht dran, zweitens befinden sich zwischen den Wurzeln noch viel mehr Gierschwurzeln, dass sich die Mühe nicht lohnt und drittens bekomme ich so immer wieder frischen Nachschub für die Küche.
Also, aus Giersch lässt sich ein Pesto herstellen. Mit Olivenöl und Pinienkernen oder Walnusskernen oder Erdnüssen und Parmesankäse, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Alles fein zerreiben und verrühren. Oder eine Quiche. Der Giersch wird fein geschnitten und mit Creme fraiche, Ei, Gewürzen, Käse verrührt auf den Teig gegeben und in den Ofen. Oder auch im Brot, oder oder oder.
Giersch schmeckt nach Frühjahr, Garten und frischen grünen Blättern. Absolut unbedenklich, ohne Schadstoffe und sehr günstig zu haben- zumindest bei mir. Gehabt Euch also gierschig.

Freitag, 6. August 2010

Sommerzeit- Apfelzeit

In meinem kleinen Garten ist Erntezeit. Die Bohnen, Zwiebeln, Kohlrabi und Johannisbeeren sind bereits geerntet, gegessen bzw. verarbeitet. Nun warten noch die Äpfel auf ihre Bestimmung. Es ist eine frühe Sorte, also kein Lagerobst. In den letzten Jahren hat sich das Murgtaler Apfelbrot, siehe nebenstehendes Rezept, bewährt. Aber auch Apfelgelee werde ich wieder machen.
Zwischen Wäsche und Apfelernte möchte ich doch auch ein wenig filzen. Werde meine Werkstatt draußen aufbauen und nebenbei noch färben.
Habe ich mir da zu viel überlegt?